Henri und Simon gehen zu Werke

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Die Bandgeschichte

Ernsthaft gab es schon immer.
In grauer Vorzeit von Gott geschaffen, bedudelt Ernsthaft seit Urzeiten sein Publikum und versucht seit Abertausenden von Jahren auf die Schlechtigkeit der Welt, die Armut in unseren Städten, das Raucherproblem und durchgeknallte alternde Menschen aufmerksam zu machen. Auch weisen alte Schriftrollen bereits darauf hin, dass "Er" krank ist - aber wer? Günther Jauch? Dieter Bohlen?
Auf alle Fälle besteht kein Zweifel an dem bisher endlosen Bestehen der "fünfzehnjährigen Punkrocker, die über Armut und Obdachlosigkeit singen" (Zitat eines bekannten Privatfernsehsenders). Bereits Cäsar kannte Ernsthaft, genauso Alexander der Große. Der kleine Alexander natürlich auch, denn die ewige Existenz dieser Band wurde und wird allen Säuglingen bereits auf dem Wickeltisch eingetrichtert.
Jeder kennt sie, jeder hört sie, jeder mag sie...

Soweit jedenfalls die zusammengewürfelte Bandgeschichte in den tiefsten Träumen der Bandmitglieder. Doch wenn sie ernsthaft über ihre Entstehung nachdenken ( <- Wortwitz bemerkt?), dann sieht die ganze Geschichte so aus:

Begonnen hat alles vor ca. viereinhalb Jahren, also im Frühjahr/Sommer 2002. Damals besuchten der kleine Simon und der schon damals nicht so kleine Henri die siebte Klasse des Wilhelm-Raabe-Gymnasiums. Schlagzeugbesen hielt Simon damals noch für Putzwerkzeuge und Henri war noch nicht imstande, der Unterschied zwischen einer Saite und einer Seite zu erklären. Nun näherte sich aber das Ende des Schuljahres, und da Lehrer manchmal einfach doof sind, war Lars, ein guter Freund der beiden, gezwungen, wegen seiner schulischen Leistung (fehlender) die Schule zu verlassen.
Der Henri und der Lukas (ein weiterer Freund) fanden das ganz blöd und beschlossen, ein Abschiedslied für ihn zu schreiben. Da Lukas schon Gitarre spielen konnte, übernahm er den Klampfenpart und Henri machte sich an den Text. Schon nach kurzer Zeit stand ein Lied namens Abschied. Erste Hörproben belegten allerdings, das dem Lied noch ein gewisses Etwas fehlte: Ein Schlagzeug.
(Im Nachhinein betrachtet, ganz unter uns: Dem Lied fehlte es auch noch an einigen anderen Sachen, vor allem an Qualität. Aber es war laut. Und teilweise schnell. Und das reichte uns damals.)
Also übernahm Simon, weil er gerade mal so Bock dazu hatte, den Schlagzeugpart. Er hatte keine Ahnung von Rhythmen. Und so klang das Lied auch.
Dennoch: Beim Publikum kam das Lied ganz gut an (auch wenn man aufgrund eines sehr dominanten Schlagzeugs weder Gitarre noch Gesang hören könnte), dem lieben Lars trieb es sogar Tränen in die Augen (obwohl bis heute noch nicht geklärt ist, ob das Tränen der Freude oder des Schmerzes in den Ohren waren).

Der Grundstein für eine steile Karriere mit rasendem Erfolg war gelegt... aber eben nur der Grundstein. Also beschloss die Band, die sich Werkraum nannte, oft zu Proben. Es wurden drei weiter Stücke geschrieben, Henri begann, sich selbst das Gitarrenspielen beizubringen und Simon lernte bald, dass es noch andere Rhythmen gibt als das gleichzeitige Anschlagen von Bass Drum und Snare.
Als im September 2002 die Musiklehrerin für eine Woche ausfiel, wurde die entstandene freie Zeit (strebsam, wie wir waren...) von der Klasse gleich umgesetzt und innerhalb einer Woche ein Benefizkonzert aus dem Boden gestampft, bei dem auch Werkraum seine neuen Stücke zum Besten gab. Auch wenn unsere Musik die Spendenbereitschaft des Publikums wahrscheinlich maßgebend beeinträchtigte, waren wir doch stolz auf unseren ersten, "richtigen" Auftritt. Allerdings symbolisierte er gleichzeitig das Ende von Werkraum. Denn kurz danach haben sich interessierte Mitschüler bei uns gemeldet und fragten, ob sie mitmachen könnten. Zuwachs kann unsere junge Band gut gebrauchen, dachten wir uns, und deshalb wollten wir einen zweiten Gitarristen mitmachen lassen und - zu Simons Schreck - einen neuen Schlagzeuger. Dieser überstieg Simons Können an den Trommeln bei Weitem, (was damals aber nicht allzu schwer war) und wurde schlicht und einfach gegen ihn ausgetauscht.

Zurück blieb ein trauriger Simon und hier beginnt die eigentliche Geschichte der Band.
Henri fasste sich ein Herz und wollte mit Simon zu zweit weiter Musik machen, was sich als gute Entscheidung herausstellte, denn Werkraum mit der neuen Besetzung zerbröckelte nach wenigen Wochen.

Von nun an ging es zügig voran, Simon begann, Schlagzeugunterricht zu nehmen und Henri kaufte sich sein erstes Equipment. Der erste gemeinsame Song Verrückte Omas entstand schon nach kurzer Zeit und wurde fortan zum "Warmwerdsong" bei den Proben. Kaum zu glauben, dass er es sogar auf die CD geschafft hat...
2003 wurde dann ein sehr kreatives Jahr, in dem Henri und Simon ihre Instrumente immer besser zu beherrschen verstanden und sich das Zusammenspiel verbesserte (auch wenn da einige anderer Meinung waren). Zwar waren auch längere Durststrecken und Meinungsverschiedenheiten dabei, doch Anfang 2004 waren wir dann soweit und fassten den Entschluss, unsere Musik auf eine CD zu pressen, um unsere kreativen Ergüsse der Nachwelt zu erhalten. Nach einigen Proben wurden die ersten Aufnahmen vom Schlagzeug gemacht - mit gerade mal zwei Mikrofonen und einem Beckensound wie Topflappen - doch die beiden waren zufrieden (bzw. hatten keine Ahnung, wie man's besser machte), mischten in Henris Zimmer, das er inzwischen zum Mini-Homestudio umgebaut hatte, Gitarren, Bass und Gesang hinzu und hatten alsbald ihr erstes Album, Lange Wartezeit, in den Händen.
Das Erscheinungsdatum stand auch schon fest: Bei einem weiteren Benefizkonzert, das unsere Klasse angesetzt hatte (meine Güte, waren wir damals engagiert...) wollten wir unsere Stücke vorspielen und anschließend die CD verkaufen.
Für den Auftritt wurde übrigens Cissy, eine Klassenkameradin, als Aushilfsbassistin hinzugeholt. In der Hoffnung, sie vielleicht als Bassistin für die Band zu gewinnen, wurde ihr zum Geburtstag ein Bass samt Übungsbuch geschenkt, doch wir merkten, dass es zu zweit doch am meisten Spaß machte. Und da Cissy sowieso die Lust verlor, kam uns ihr verpatztes Basssolo beim Benefizkonzert gerade recht, sie aus der Band hinauszukomplimentieren.

Unsere Musik stieß natürlich sofort auf rege Begeisterung... Nun ja, immerhin konnten wir sechzig Exemplare verkaufen und Er ist krank wurde zum allgemeinen Ohrwurm, den zumindest die älteren Jahrgänge kannten.
Am Anfang des Jahres 2005 kamen wir zu unserer großen Überraschung ins Fernsehen, für anderthalb Minuten (siehe Ernsthaft im TV ). Leider saßen zu diesem Zeitpunkt (um 6:30 Uhr morgens) keine Talentsichter oder Karrieremacher vor dem Fernseher, also mussten wir unsere Auftritte weiter auf unsere Schule beschränken, was aber mit großer Freude geschah, vor allem während der Projektwoche Mitte 2005. Hierbei fingen wir auch erstmals an, einige Lieder zu covern. Nach einiger Zeit merkten wir jedoch, dass es doch am lustigsten ist, selber Rockgeschichte zu schreiben...

Nun folgte leider eine große Pause. Henri kümmerte sich um eigene Soloprojekte, während Simon viel Zeit mit dem Theaterspielen verbrachte. Die wenigen Proben, die während dieser Zeit stattfanden, waren jedoch sehr ergiebig und es entstanden einige neue Instrumentalstücke mit Bass/Schlagzeug bzw. Akustikgitarre/Xylophon.
Unterdessen waren beide Mitglieder in weiteren Schülerbands und sammelten dort viele Erfahrung, mit Ernsthaft ging es jedoch erst nach den Sommerferien 2006 wirklich weiter. Zum einen erinnerten sich die beiden an die "gute alte Zeit" und bekamen wieder Lust am gemeinsamen Musikmachen, zum anderen konnte es nicht angehen, dass Leute wie die Lariusse in der Wilhelm-Raabe-Schule bekannter wurden als Ernsthaft.

Also ging es wieder zurück in den Probenraum, neue Ideen wurden vorgestellt und neue Lieder ausgearbeitet, alte überarbeitet. Nun verfolgt Ernsthaft das Ziel in Kürze ein Kellerkonzert im Probenraum zu veranstalten und in Zukunft auch eine zweite CD herauszubringen.

Stand: Oktober 2006




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